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CLIVAR-Hydro

Signale der Klimaveränderung in der kontinentalen Hydrologie


Der jüngste IPCC Klimabericht hat erneut die kontinentale Hydrologie als die am schlechtesten verstandene Komponente im globalen Wasserkreislauf identifiziert.

Veränderungen kontinentaler Wasserspeicherung treten in mehreren hydrologischen Bereichen wie Grundwasser, Bodenfeuchte, Oberflächenwasser und Schnee auf.

Diese Speicherveränderungen und damit verbundene Masseveränderungen und Ausbreitung des Oberflächenwassers werden mittels einer Vielzahl verschiedener Weltraumsysteme oder Beobachtungen/Messungen vor Ort abgebildet. Hierzu zählen GRACE Schwerefeldmission, Radar- und Laseraltimetriesysteme, Radiometer, optische Sensoren, SAR und Pegelstände.

Das Projekt CLIVAR-Hydro soll nun einen Multi-Sensor-Ansatz finden, der die verschiedenen Komponenten der kontinentalen Hydrologie erkennen, separieren und durch einzelne Faktoren der Speicherveränderungen mit ausgesuchten großen Flusseinzugsgebieten abgleicht. Darüber hinaus werden die Schwankungen bezüglich nicht-hydrologischer Masseveränderungen, wie z.B. durch Waldbrände und Bodenerosion, analysiert.

Ein besonderer Schwerpunkt der Studie liegt auf der Analyse der Klimasignale. Die Untersuchung schöpft die Synergie der verschiedenen Beobachtungssyteme aus und kombiniert das Ergebnis mit hydrologischen Simulationsmodellen. Das Projekt wird durch eine große, interdisziplinäre Gruppe von Wissenschaftlern und Doktoranden aus den Bereichen Weltraumtechnik (ESPACE), Geodäsie, Hydrologie und Klimaforschung durchgeführt. Es wird einen entscheidenden Einblick in hydrologische Prozesse und die Auswirkungen des Klimawandels auf den globalen Wasserkreislauf liefern.

Ansprechpartner:

Susanne Schnitzer
Prof. Dr. Annette Menzel

Laufzeit:

2010 - 2014

Weiterführende Links:

IGSSE Projekt