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10.02.2015 17:38 Alter: 3 yrs
Von: Susanne Jochner

Endlich Winter!

Schneehöhesensoren im Werdenfelser Land installiert


Die Techniker Nik Hofmann und Toni Knötig vom Fachgebiet für Ökoklimatologie bei der Installation des Schneehöhesensors.

Kürzlich installierten die Ökoklimatologen der Technischen Universität München an den Klimastationen Kreuzalm (1600 m) und Brandwiese (900 m) Sensoren zur Messung der Schneehöhe. Mit dieser Aufrüstung messen die KLIMAGRAD-Stationen nun sämtliche wichtigen meteorologischen Größen.

Durch die Messung der Schneehöhe werden quantitative Aussagen zum festen Niederschlag möglich. Im Zuge der Klimaänderung ist es wahrscheinlich, dass die Nullgradgrenze ansteigen wird und der Niederschlag bis in größeren Höhen häufiger in flüssiger Form fällt. Das Langzeit-Monitoring der Schneehöhe lässt dabei Rückschlüsse über zeitliche Veränderungen zu. Auch die Dauer der Schneebedeckung kann ermittelt werden, ein wichtiger Parameter für phänologische Modelle.

Um den Beginn der potentiellen Vegetationszeit von Gräsern festzustellen, kann mit Hilfe des Schneehöhensensors der Zeitpunkt im Frühling ermittelt werden, ab dem die Umgebung aper, also schneefrei ist. Diese Daten fließen z.B. im Projekt VAO I ein, welches die Pollenflugsaison im Werdenfelser Land untersucht.

Das Messprinzip: Die in 3,5 m Höhe installierten Sensoren senden energiereiche Impulse im Ultraschallbereich aus, welche von der Schneedecke reflektiert werden. Aus der Laufzeit der Signale wird die Höhe der Schneebedeckung errechnet. Da sich auch die Umgebungstemperatur auf die Laufzeit der Impulse auswirkt, ist der Sensor mit einer integrierten Temperaturkompensation ausgestattet, wodurch eine genauere Messung gewährleistet wird.